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AusstellungKunst+Design

Sonderausstellung „Ansichten – Durchsichten“

Ansichten – Durchsichten. Zwei Blickweisen
Retrospektive Beate Bolender & Norbert Horenk

Am Tag der Eröffnung werden Beate Bolender und Norbert Horenk in ihr bedeutendes Lebenswerk als Glaskünstlerin und Glaskünstler einführen. Die Sängerin und Klang-Künstlerin Almut Kühne begleitet die Auftaktveranstaltung, zu der auch ein Imbiss gereicht wird. Im Anschluss können die Teilnehmenden gegen 15.30 Uhr kostenlos an der Vorführung im Glasstudio teilnehmen. Die Baruther Bürgermeisterin Jenny Hahn spricht ein Grußwort.

Beate Bolender, 1946 in Delitzsch geboren, studierte zunächst Pädagogik und arbeitete als Kunstpädagogin, bevor sie sich zur Kunstglaserin und Glasmalerin ausbilden ließ. Seit 1979 ist sie als selbständige Glasgestalterin tätig und widmet sich neben der Restaurierung denkmalgeschützter Fenster zunehmend der freien Glaskunst. Durch ihr Gaststudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und die Zusammenarbeit mit dem Baukeramiker Jürgen Sandig entwickelte sie neue Möglichkeiten der Fusing-Technik. In ihrer Werkstatt in Kasel-Golzig (Niederlausitz) verbindet Bolender Kunst und Handwerk gleichberechtigt.

Norbert Horenk, 1946 in Berlin geboren, ist gelernter Glasbläser und entwickelte sich zu einem bedeutenden Vertreter der Studioglaskunst. Nach seiner Tätigkeit als Glasapparatebläser an der Akademie der Wissenschaften der DDR gründete er 1978 eine eigene Werkstatt und wurde 1979 zum „Meister des Glasbläserhandwerks“ ernannt. Als Künstler wählt er dreidimensionale Grundformen als Bildträger seiner hüttentechnischen Malerei. Er fertigt an der Lampe Glasfolien, welche er angewärmt auf den vom Glasmacher im Glasstudio vorgefertigten Glaskörper auflegt. Es entsteht ein Werk in Glaskombination.

Das „Kunstduo Bolender-Horenk“ zeigt sich nicht nur technisch und konzeptionell weltoffen, sondern wählte auch wechselnde, teils exotische Schaffensorte. Sowohl Beate Bolender als auch Norbert Horenk reagieren auf die Ambivalenz des Werkstoffes und die zuweilen zufälligen Ergebnisse der Ofenarbeit mit poetischen und augenzwinkernden Werkbezeichnungen. So begegnet man etwa Objekten wie dem „Aufmüpfigen“, dem „Brain-Cube“ oder der „Kleinen Bühne“.

Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet.

Vernissage am 13. September 2026, 13:00 Uhr

www.baruther-glashuette.de
ADRESSE

Austellungsraum im Hüttenbahnhof
Baruther Glashütte
Hüttenweg 19b
15837 Baruth/Mark OT Glashütte

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag–Sonntag u. Feiertage: 10:00–17:00 Uhr

AUSTELLUNGSDAUER

13. September 2026 – 07. Februar 2027

FOTOS

Beitragsbild: Glaskunst Retrospektive, Bolender, Horenk, Kritzenberger

Foto: Archiv Museumsverein Glashütte e.V.


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