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AusstellungForschung

Glas 1990

Eine Branche in der Transformation – die ostdeutsche Glasindustrie in den "Treuhandjahren"

Das Museum Baruther Glashütte widmet sich in dieser Ausstellung der Privatisierung volkseigener Betriebe durch die Treuhand-Anstalt und ihre Nachfolgeorganisationen. Das Thema ist kein einfaches: Die Glasindustrie auf dem Gebiet der ehemaligen DDR umfasste 1990 etwa 80 Betriebe mit 34.200 Beschäftigten und verzeichnete bis 1994 einen Beschäftigungsrückgang auf etwa ein Viertel. Die Massenarbeitslosigkeit in den strukturschwachen Glasregionen war schmerzhaft, zerstörte Biografien und Berufswissen. Ein Zuschieben des „Schwarzen Peters“ an die Treuhand erscheint vereinfacht, weil für große Privatisierungen die Landesregierungen zuständig waren.

Die Sonderausstellung vermittelt mit über 200 Exponaten die grundlegende wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation der Glasindustrie, die gestalterisch hohe Qualität ihrer Produkte sowie vielfältige Informationen über die beteiligten Akteure. Einen Schwerpunkt bildet die Auflösung der Glaswerke im Kombinat Lausitzer Glas, zu dem auch Baruth selbst gehörte. Neben Glasobjekten werden historische Fotos, Grafiken, Filmmaterial und Kataloge präsentiert, darunter private und museale Leihgaben.

Baruther Sonderausstellung Glas 1990
Laufzeit

28. Juni bis 15. November 2020

Adresse

Museumsdorf Baruther Glashütte
Hüttenbahnhof
Hüttenweg 21
15837 Baruth/Mark OT Glashütte
Tel: 033704-980920
info@museumsdorf-glashuette.de

digitaler Katalog

https://brandenburg.museum-digital.de/index.php?t=sammlung&gesusa=304&cachesLoaded=true

Fotos

© Museum Baruther Glashütte
Schale "Mandy", Entwurf: Fritz Keuchel, 1974, Schwepnitz
Schale "Medea", Entwurf: Rosemarie Koschnick, 1980, Döbern
Schale "Fächer", Entwurf: Karin Korn, 1982, Reichenbach


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